6 Cannabinoide

THC

Neben CBD ist THC ebenfalls einer der bekanntesten Begriffe beim Thema Cannabis. Beides sind Cannabinoide – das Besondere an THC ist jedoch, dass es psychoaktive Wirkungen entfalten kann. Dies geschieht, indem es sich an die CB1- und CB2-Rezeptoren im Körper bindet, was unter anderem die Ausschüttung von Dopamin und weiteren Stoffen verursacht und zu einer veränderten Stimmung führen kann. Also das, wofür der Cannabiskonsum bisher meist bekannt ist. THC ist also ein psychoaktives Cannabinoid und wirkt auf das zentrale Nervensystem. Es hat eine große Auswirkung auf unsere Auffassungsgabe und Wahrnehmung.

 

Das Potenzial, zu Therapiezwecken eingesetzt zu werden, hat THC weil es Schmerzen lindert, entzündungshemmend wirkt, Übelkeit lindert, den Appetit anregt, Gehirnzellen schützt und vieles mehr.

 

 

CBD

Der Unterschied zwischen THC und CBD liegt in der molekularen Struktur der Cannabinoide. Daher wirkt CBD nicht psychotrop (wirkt nicht auf Psyche ein). Das heißt, CBD ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid. Somit ist ein Rausch ausgeschlossen.

 

Der THC-Restgehalt, der sich noch in den Blüten befindet, ist so gering, dass dieser kein „high sein“ hervorruft. Dennoch sind die Vorteile der Pflanze enorm. So ist CBD empfehlenswert bei Übelkeit, Angst, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Anfällen, wirkt entzündungshemmend usw.

 

 


THCV

Ein erst vor kurzer Zeit entdecktes Cannabinoid, das ebenfalls eine psychoaktive Wirkung auf das zentrale Nervensystem hat, ist Tetrahydrocannabivarin. Das besondere an THCv ist, dass gerade asiatische Strains (Sorte, Rasse) einen extrem hohen THCv Gehalt besitzen – nachweislich bis zu 50 %. Stark psychoaktiv wirkende THC-haltige Sorten enthalten ca. 30 % - 40 % THC. Auf dem Markt erhältliche CBD-Sorten hingegen dürfen den Grenzwert von 0,2 % THC nicht überschreiten.

 

Bereits jetzt ist über THCv bekannt, dass es deutliche Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat. So kann es unter anderem zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden. Weitere Einsatzgebiete sind neurodegenerative Erkrankungen, beispielsweise Alzheimer. Durch THCv erlangen Patienten oft ihre motorische Kontrolle wieder und können effektiv gegen den Tremor (das Zittern) vorgehen. 

 

Tetrahydrocannabivarin dient aber auch als Appetitzügler. Daher kann es zur Gewichtsabnahme genutzt werden, aber auch, um das Knochenwachstum zu fördern oder das Wohlbefinden bei Osteoporosepatienten zu steigern.

 

CBDV

Cannabidivarin hat eine erhebliche Wirkung bei der Behandlung von Epilepsie oder neurologischen Erkrankungen. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass CBDv ein wirksames Antikonvulsivum und Antiepileptikum ist, wodurch Patienten später einmal diese Anfälle bewusst verhindern könnten.

 

Das noch sehr unerforschte Cannabinoid hat – wie THCv – auch eine appetitzügelnde Wirkung, allerdings ohne die „Nebenwirkungen“ des Heißhungers. 

 

CBG

Cannabigerol ist ein 1964 entdecktes Cannabinoid, das keine psychoaktiven Effekte hervorruft. CBG ist eine vom CBGA abstammende Form. Es wird beim Pflanzenwachstum als erstes Cannabinoid gebildet. 

 

 

An der Universität Madrid fanden Wissenschaftler erstmals heraus, dass CBG positive Wirkungen bei neurodegenerativen Erkrankungen besitzt. Somit zeigt es ein erhebliches Potenzial zu Behandlung der Huntington-Krankheit oder von ALS.

 

CBC

Cannabichromen ist von den insgesamt über 100 Cannabinoiden eines der am besten erforschten Cannabinoide. Es ist neben THC die zweithäufigste Verbindung. 

 

Es hat ebenfalls wie CBD und THC einen antidepressiven Effekt und kann daher neben der eigentlichen schmerzlindernden Wirkung auch bei Traumata verwendet werden. Zusätzlich wirkt Cannabichromen entzündungshemmend.

 

CBC kann das Wachstum des Nervengewebes im Gehirn fördern (auch als Neurogenese bekannt).

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